Arbeitslosen-Initiative Dresden e.V.

    Höhere Regelsätze ab 2020 bei ALG II und Sozialgeld

    Von aloini am 11. Januar 2020 um 10:27 Uhr

    Empfänger von Arbeitslosengeld II, von Sozialhilfe sowie von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erhalten ab Januar 2020 1,88 % mehr Geld.

    Der Eck-Regelsatz für Alleinstehende ist von 424 Euro auf 432 Euro pro Monat, für Paare je Partner von 382 Euro auf 389 Euro pro Monat gestiegen. Die Grundsicherung für Kinder und Jugendliche vom 7. bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres hat sich um sechs Euro auf 308 bzw. 328 Euro erhöht. Bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres werden jetzt 250 Euro statt 245 Euro gezahlt.

    Diese Regelsätze gelten seit dem 1. Januar 2020 (Veränderung gegenüber 2019 in Klammern):

    Alleinstehende / Alleinerziehende 432 Euro
    (+ 8 Euro)
    Regelbedarfsstufe 1
    Paare je Partner / Bedarfsgemeinschaften 389 Euro
    (+ 7 Euro)
    Regelbedarfsstufe 2
    Volljährige in Einrichtungen 345 Euro
    (+ 6 Euro)
    Regelbedarfsstufe 3
    nicht-erwerbstätige Erwachsene unter 25 Jahre
    im Haushalt der Eltern
    345 Euro
    (+ 5 Euro)
    Regelbedarfsstufe 3
    Jugendliche von 14 bis 17 Jahren (unter 18) 328 Euro
    (+ 6 Euro)
    Regelbedarfsstufe 4
    Kinder von 6 bis 13 Jahren (unter 14) 308 Euro
    (+ 6 Euro)
    Regelbedarfsstufe 5
    Kinder von 0 bis 5 Jahren (unter 6) 250 Euro
    (+ 5 Euro)
    Regelbedarfsstufe 6

    Das Gesetz zur Ermittlung der Regelbedarfe nach § 28 SGB XII (Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz – RBEG) regelt seit seinem Inkrafttreten zum 1. Januar 2011 (rückwirkend) die Bedarfsermittlung für die Höhe der pauschalierten monatlichen Leistung bei der Hilfe zum Lebensunterhalt der Sozialhilfe in Deutschland. Das RBEG wird nach § 20 Abs. 5 Satz 2 SGB II auch für die Anpassung des Regelbedarfs von Beziehern der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II entsprechend zugrunde gelegt. Am 1. Januar 2017 ist eine neue Fassung des Gesetzes in Kraft getreten.

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